Innenentwicklung
KI-Labor in ehemaligem Fuggerschloss Boos
(24.02.2025) Boos, Lkr. Unterallgäu - Rosige Zeiten erwartet das ehemalige Fuggerschloss in Boos im Landkreis Unterallgäu. Seit Jahrzehnten vom Verfall bedroht, soll dort in dem geschichtsträchtigen Gebäude Platz für insgesamt 28 Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten geschaffen werden sowie die Kapelle saniert sein. „Die Maßnahmen tragen erheblich dazu bei, dass erarbeitete Innenentwicklungskonzept in Boos umzusetzen“, so Christian Kreye, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben.
Seit Jahren begleitet und fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben Projekte zur Stärkung des Ortskernes von Boos. Der Spatenstich zur „Wiederbelebung“ des denkmalgeschützten Ensembles aus dem 16. Jahrhundert war jetzt ein besonderer Moment. Hinter dem Projekt stehen die Jako Baudenkmalpflege GmbH aus Rot an der Rot und der indische Investor Skyber Aerospace Technologies GmbH. Joseph George, CEO des Investors, kündigte an, am Standort Boos ein hochmodernes KI-Labor einzurichten, um die Unterallgäuer Gemeinde international als Zentrum für KI sowie Luft- und Raumfahrttechnologie zu positionieren.
Spatenstich mit Ehrengästen
2015 hat die Gemeinde Boos das leerstehende Schloss erworben und notwendige Notsicherungsmaßnahmen eingeleitet, um den Fortbestand zu sichern. „Wir haben fünf Jahre gebraucht, es war eine schwierige Zeit – ich freue mich umso mehr, dass wir heute hier stehen und mit der Firma Jako den richtigen Partner gefunden haben“, so Bürgermeister Helmut Erben. Zu den Gästen des Spatenstiches zählten zudem Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag, der ehemalige Staatsminister Josef Miller, Landrat Alex Eder wie auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl.
Projekt mit öffentlichem Treffpunkt stärkt Ortskern
Drei Jahre wird es dauern, bis das mehrflügelige Ensemble auf dem knapp 6.000 Quadratmeter großen Grundstück mit einem öffentlich zugänglichen Treffpunkt in neuer Pracht erstrahlen. Bis Ende April 2028 wird neben der S-förmigen Schlossanlage, bestehend aus Mittelflügel, Torflügel, Bräuhaus, Amtshaus und Kornkasten, auch die barocke Kapelle von 1716 wieder Instand gesetzt. Außerdem entsteht ein neuer Schlosshof, der in Zukunft vielfältig genutzt werden kann. Bei den Gebäuden handelt es sich um denkmalpflegerisch besonders wertvolle Objekte. „Da die Maßnahmen erheblich dazu beitragen, den Ortskern zu stärken und ein öffentlicher Treffpunkt innerhalb des Gebäudekomplexes geschaffen wird, fördert das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben die Baumaßnahmen über das Bayerische Dorfentwicklungsprogramm“, so Christian Kreye. Planmäßige Fertigstellung ist im April 2028.l Laut der Jako Baudenkmalpflege werden rund 36 Millionen Euro investiert.